Als vor einigen Wochen die Gebäude des ehemaligen Schorerhofes abgerissen wurden, stand für viele die Frage im Raum, was denn mit dem Grundstück passieren würde. Im Rahmen der anstehenden Innenstadtsanierung soll die Fläche entsprechend eingebunden werden. Wie genau das aussieht wird, muss erst noch geplant werden. Dass so etwas nicht von heute auf morgen passieren kann, ist nachvollziehbar. Warum die Gebäude dann ohne Not abgerissen werden eher nicht. Was zwangsläufig entsteht ist ein hässliche Baulücke. Das soll nicht heissen, der Abriß hätte wertvolles Kulturgut zerstört. Bei allem geschichtlichem Hintergrund, handelte es sich doch eher um Zweckbauten. Dabei hätte ein Blick etwas weiter nördlich jedem leicht vor Augen führen können, wie über kurz oder lang Baulücken genutzt werden. An der Einmündung zur Apothekergasse existiert kaum 200m entfernt bereits eine ähnliche Baulücke, mittlerweile als Parkplatz zweckenfremdet.
Wohl um eine Zweckentfremdung zu verhindern, hat sich die Stadtverwaltung entschlossen, das Schorergelände offiziell als Parkplatz freizugeben. Wie es heisst nur als Übergangslösung bis die Innenstadtsanierung beginnt. Wann das der Fall sein wird, ist im Moment noch offen, anvisiert ist das Frühjahr 2010. Ob dann auch tatsächlich das Schorergrundstück Teil der Sanierung sein wird, geht aus der Darstellung der Stadt Schwabmünchen nicht konkret hervor, dort ist lediglich die Rede von Bereich zwischen Schrannenplatz und dem Modehaus Schöffel.
Die Werbegemeinschaft begrüsst den Zuwachs an Parkplätzen jedenfalls. Ob der Jubel über so viel Autofreundlichkeit im Jahre 2009 noch angebracht ist, kann bezweifelt werden. Es ist sicher nicht so, dass es in Schwabmünchen keine Parkplätze gäbe. Keine 5 Gehminuten entfernt ist der große Parkplatz an der Holyheystraße und im unteren Teil der Stadt befinden sich an der Jahnstraße ebenfalls ausreichend Parkzonen. Der Preis der für dieses Autozentrierung gezahlt wird ist, neben einem verschandelten Stadtbild auch der, dass sich Fussgänger und Radfahrer noch mehr aus der Fuggerstraße zurückziehen. Belebung der Innenstadt bedeutet eben nicht, immer noch mehr Autos in die Stadt zu holen, sondern die Menschen. Wie eine lebendige Innenstadt wirklich aussieht, konnte man am Marktsonntag sehen. An dem Tag ist die Fuggerstraße für Autos gesperrt und dann endlich auch für Familien mit Kindern gefahrenfrei zu besuchen.
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