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Jetzt doch Street View?

Scheinbar hat sich die Debatte um Google Street View doch noch versachlicht. Ob die die Widersprüche seitens der Stadt Schwabmünchen gegen die Darstellung von Schulen im Netz zurückgezogen wurden, lässt sich nicht sagen. Fest steht aber, dass die Stadt sich jetzt mit eigenen Straßenaufnahmen im Netz präsentiert.

Gut, eine steile These. Versachlicht hat sich gar nichts, wenn auch ein leichter Wandel in der Darstellung durch die Medien festzustellen ist. Nach anfänglich monotonem Herumhacken, hat sich da mittlerweile eine differenziertere Betrachtung durchgesetzt, zumindest größtenteils. Der Artikel “Beschattung von oben“ sei in dem Zusammenhang allen Populisten aus dem politischen Lager ans Herz gelegt. Er stellt Dienste vor, die seit längerem im Netz verfügbar sind und bedeutend detailliertere Informationen über Gebäude zur Verfügung stellen. Etwa telefonbuch.de, wo die virtuelle Kamera sogar hinter die Gebäude blicken kann und nicht nur die bürgerliche Fassade zeigt. Als das auf den Markt kam, war keinerlei Kritik zu hören. Funkstille herrschte auch bei der Veröffentlichung von sightwalk. Ausserdem, so der Autor des Artikels, seien die größten Datenkrake öffentliche Einrichtungen, die auch weitgehend ungehindert Information sammeln und veröffentlichen. Ein weiteres Beispiel, das in dem Artikel nicht genannt wird ist ihood (siehe auch Artikel auf netzwerig.com.

Womit wieder der lokale Bezug erreicht wäre. Die Webseite der Stadt Schwabmünchen liefert in dem Zusammenhang geradezu einen realsatirischen Auftritt. U.a. sind dort Informationen zum Widerspruchsverfahren gegen Google Street View, ein Hinweis auf ein Info-Portal zum neuen Personalausweis und ein Beitrag über die Neugesaltung der Innenstadt.

Den Hinweis zum Widerspruchsverfahren halte ich für sinnvollen Bürgerservice, auch wenn ich ihn selbst nicht nutzen werde. Was ich persönlich vermisse ist die kritische Betrachtung anderer datenschutzrechtlicher Tatbestände. Der neue Ausweis wird als gottgegeben hingenommen, da sehe ich jetzt nichts was darauf hinweist, dass er kontrovers diskutiert wird. Einen Widerspruch gegen die Weitergabe von Meldedaten findet man immerhin, muss sich dann aber persönlich zur Stadtverwaltung aufmachen um das Formular zum Antrag auf Einrichtung einer Übermittlungssperre dort abzugeben. Einen Hinweis wie die Stadtverwaltung selbst mit dem Datenschutz umgeht, finde ich auf deren Startseite gar nicht, als Kenner der Webszene vermute ich den im Impressum und finde ihn dort auch. Ob das auch ein Laie tut? Selbst wenn, was immer noch fehlt ist ein konkreter Ansprechpartner für Fragen zum Datenschutz.

Genau der wäre aber vielleicht bald notwendig, denn die Stadt Schwabmünchen macht sich scheinbar ihr „Street View“ selbst. Im o.g. Beitrag über die Neugestaltung der Innenstadt ist eine Fotogalerie verlinkt, die den aktuellen Stand der Umbauarbeiten dokumentiert. Darauf sind detailliert die Fassaden anliegender Gebäude abgebildet, Passanten und Bauarbeiter sind zu erkennen und sogar Autoschilder kann man lesen. Was darf also die Stadt, was Google nicht dürfen soll? Genau, gar nix. Die dürfen das genauso wie Google es auch darf, das nennt sich nämlich Panoramafreiheit. Was man sich in dem Zusammenhang aber schon mal fragen darf ist, warum es auf der Webseite der Stadt Schwabmünchen kein Widerspruchsformular dafür gibt, bei Google aber schon.

Keine Sommerpause

In den letzten Woche ist es hier ruhig geworden, das bedeutet aber nicht, dass hier gar nichts mehr passiert.

e-miglia 2010

Der Tag hat leider nur 24 Stunden und Projekte, egal mit wieviel Enthusiasmus sie auch betrieben werden, müssen sich dem unterordnen. Wegen meiner Teilnahme an der Elektrorallye e-miglia gab es im Vorfeld viel zu tun und das wird sich hoffentlich auch nach deren Ende nicht ändern. Doch der Reihe nach.

Die e-miglia 2010 verlief sehr erfolgreich. Wie Insider erwartet hatten, habe ich zusammen mit Jürgen Putzer die Klasse der dreirädrigen Elektrofahrzeuge gewonnen. Das hat uns sehr gefreut, was uns aber wichtiger war, dass wir mit der Rallye das Thema Elektromobilität unter die Menschen gebracht haben. Wir hatten interessante Gespräche mit Passanten, die sich für unser TWIKE interessiert haben. Eine sehr pragmatische Variante der Öffentlichkeitsarbeit, die nicht nur Bilder produziert, sondern die Aufmerksamkeit dort erregt wo sie Früchte schlagen kann, bei den zukünftigen Elektromobilisten. Das Potential ist dabei grösser als man es vielleicht vermuten möchte. Wichtig ist, dass man es endlich mal angeht. Die Zeit der symbolischen Stromtankstellen ist vorbei. Wer meint Elektromobilität, damit auch nachhaltige und zukunftsfähige Verkehrskonzepte würden von Säulen abhängen, die an Parkplätzen aufgestellt werden, ist auf dem berühmten Holzweg. Das hat übrigens auch der kürzlich beendete Pilotversuch von BMW in München ergeben.

Bekanntlich war Schwabmünchen bei der Elektrorallye über die Alpen stark vertreten. Solarunternehmer Robert Häring war mit seiner Tochter Marina ebenfalls am Start. Das Foto oben zeigt uns am Ende der dritten Etappe in Bozen. Zu einer prominenten Platzierung hat es nicht gereicht, dafür war ihre Klasse der vierrädrigen Fahrzeuge zu dicht besetzt. Im Gesamtklassement lagen sie mit ihrem Tesla Roadster am Ende aber deutlich vor unserem TWIKE. So wie ich die beiden erlebt habe, war ihnen das formale Ergebnis mindestens ebenso egal, wie uns. Wichtig war, dass die Rallye Spass gemacht hat, alle Teilnehmer heil im Ziel angekommen sind und dem Thema Elektromobilität eine Plattform geschaffen wurde. Ein paar Impressionen von der Fahrt des gelben Flitzers und über die Rolle der Sonnenenergie für die Elektromobilität gibt es in dem folgenden Video.

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Schade finde ich es nach wie vor, dass das Thema Elektromobilität hier in der Region noch nicht über reine Sympathiebekundungen hinausgekomen ist. Dabei gäbe es hier sehr viel Potential und einige kluge Köpfe, für die nachhaltige Mobilitätskonzepte mehr sind als Nischenthemen. Das Beispiel e-miglia zeigt aber, wie schnell man mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit eine Plattform schaffen kann, die weiter ausstrahlt. Nehmen wir doch mal die Stadt Hersbruck, dort wurde das Team Anders-Unterwegs.de nicht nur einfach adoptiert, sondern auch gleich eine Aktion gestartet gestartet um Elektromobilität in die Tat umzusetzen. Die regionalen Medien haben breitflächig darüber berichtet. Klar, es ist nur ein Pedelec für den Bürgermeister und die Stadtverwaltung, aber es ist eben auch der wichte erste Schritt und ein Zeichen, dass es machbar ist.
Das ist es was ich hier der Region vermisse, aber vielleicht ändert sich das ja bald. Denn auch hier hört man es an allen Ecken knistern. Zuletzt gar nicht so weit in Landsberg am Lech, wo beim Zero Race Elektrofahrzeuge Station machten.

Unser Imagefilm wartet noch darauf geschnitten zu werden. Wer will, kann unsere Erlebnisse bei der e-miglia 2010 schon mal nachlesen.

Bilder vom Abschluss der BR Radltour

Die BR Radltour 2010 endete in Schwabmünchen. Zum Abschied gab es ein rauschendes Fest im Luitpoldpark, Höhepunkt war der Auftritt von “The BOSSHOSS“.

Alle Bilder sind lizensiert unter Creative Commons CC by-sa 3.0 de.

Bilder von Feuerwehrumzug in Mittelstetten

Rechtzeitig zum Start der Umzugs kam die Sonne raus. Das Resultat sind jede Menge Bilder vom Umzug, den die Freiwillige Feuerwehr, am 18. Juli 2010, aus Anlass ihrer Feiern zum 125jährigen Jubiläum veranstaltet hat.

Alle Bilder sind lizensiert unter Creative Commons CC by-sa 3.0 de.

Noch ein Twike

Zufälle gibt es. Ein Twike-Fahrer hat heute Station in Schwabmünchen gemacht.

smue_twike.jpg

Das Twike hat heute in Fuggerstraße einige neugierige Blicke auf sich gezogen.

Ein Video zeigt wie zügig Twike losfährt.

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blog.txt · Zuletzt geändert: 2010/05/16 16:28 (Externe Bearbeitung)
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